Kann Gesellschaft ohne Wahrheit funktionieren? Der amerikanische Philosoph Harry Frankfurt verneint das und betont die Verpflichtung auf Wahrheit als Basis für gesellschaftliches Urteilen und Entscheiden. Philosoph*innen entwickelten hierzu unterschiedliche Theorien: Die Menschen in der Antike formulierten Kriterien, um wahres Denken gegen ungeprüfte Behauptungen abzugrenzen. Im Mittelalter sieht Thomas von Aquin die Wahrheit durch Gott garantiert. In der Neuzeit stellen Descartes und Kant das menschliche Erkennen grundsätzlich in Frage. Der zeitgenössische Denker Jürgen Habermas versteht unter Wahrheit den für Verständigung notwendigen Konsens in einer Gesellschaft.
- Profesor: Angelika Bönker-Vallon
Einschreibung für die Kursleitung: 0
Einschreibung für Teilnehmer*innen: -4
Abgesagt: No
Semester: 25/2
